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Umfrage zu Vorkommen von und Wissen über NAI in Tierarztpraxen in Deutschland

Sehr geehrte Kolleginnen, sehr geehrte Kollegen,

wir bitten Sie um Ihre Mithilfe bei einer Dissertation zum Thema Gewalt gegen Haustiere und Zusammenhang mit interpersoneller Gewalt. Es handelt sich um eine Studie der Tierklinik für Reproduktionsmedizin und Neugeborenenkunde der Justus-Liebig-Universität Gießen.

Worum geht es?

Das Thema Gewalt ist allgegenwärtig und die Suche nach Präventionsmöglichkeiten beschäftigt Gesellschaft und Forschung schon lange.
Die Zusammenhänge zwischen Gewalt gegen Menschen und Gewalt gegen Tiere, insbesondere in Hinblick auf Kindesmisshandlungen bzw. häusliche Gewalt, werden international wissenschaftlich untersucht. Zahlreiche Studien legen mittlerweile nahe, dass Tierquälerei als (Früh-)Indikator besonders für Gewalt gegen menschliche Familienmitglieder dienen kann. Das Wissen um diese Zusammenhänge und eine verstärkt interdisziplinäre Betrachtung und Behandlung kann zu Prävention von Gewalt bzw. früherer Hilfestellung für Gewaltopfer beitragen.

Der Tierarzt, traditionell bislang kein Adressat in Sachen Kindesmisshandlung/häusliche Gewalt, nimmt dabei eine Schlüsselrolle ein: Aufgrund seiner Ausbildung und Berufserfahrung kann er den „Indikator Tierquälerei“ in der Praxis erkennen.

In zahlreichen anderen Ländern wurden bereits Daten erhoben, in welchem Umfang Tierärzte Fälle von Tierquälerei in ihren Praxen sehen, welche Tierarten betroffen sind, wie die Tierärzte damit umgehen.  

Für Deutschland existiert bisher keine Erhebung dieser Art. Das möchten wir ändern. 

 

Warum an dieser Umfrage teilnehmen?

Wir benötigen Ihre Erfahrungen aus der Praxis, um eine Datenbasis in Deutschland zu schaffen, auf der weitere interdisziplinäre Forschungsprojekte aufbauen können.

Die Umfrage ist anonym, eine Rückverfolgung der Angaben zu den jeweiligen Teilnehmern ist ausgeschlossen. Der Fragebogen wurde wissenschaftlich erstellt, sodass eine statistische Auswertung durchgeführt werden kann. Ziel ist es, die Ergebnisse zu publizieren und damit einem breiten Kreis von Interessierten zugänglich zu machen.

Die Bearbeitung des Fragebogens dauert ca. 10 Minuten. Die Teilnahme an der Umfrage ist möglich bis 05.2026.  

Falls Sie Fragen zu der Umfrage haben, kommen Sie gerne auf mich zu: Julia.Schultz@vetmed.uni-giessen.de

 

Begriffserläuterung NAI:

Diese Untersuchung verwendet bewusst nicht den im allgemeinen Sprachgebrauch verwendeten Begriff „Tierquälerei“, sie beschränkt sich auf „non-accidental injuries“ – NAI – also Verletzungen, die durch absichtliche Gewalteinwirkung (z. B. Schläge, Tritte, Verletzen mit scharfen Gegenständen usw.) verursacht wurden (nicht durch einen Unfall, nicht durch ein anderes Tier).

Tierquälerei durch Haltungsfehler, Vernachlässigung o. ä. ist nicht Gegenstand dieser Umfrage. Sie beschränkt sich zudem auf die Tierarten Klein- und Heimtiere.